Beginn eines Texas Trips

von Hannes am 18.12.2010 in Texas Trip mit 0 Kommentaren

Texas Trip

Vor ca. einem halben Jahr wurde ich gefragt, ob ich Lust hätte zwei Wochen in den Staaten zu verbringen. Eigentlich gibt es sofort ein "Ja", aber beim Wort "Texas" zuckt man doch etwas kurz. Ich mag den Norden eben eher als den Süden der Vereinigen Staaten. Sei es drum: Ich willigte ein und es begann die Sucherei nach Attraktionen, Sensationen und Unterkünften.

Der kleine Rundumschlag

Texas?! Exakt, George W. Bush und andere eher umstrittene Personen leben dort, vorallem Republikaner. Kann also nichts Besonderes sein dieses Texas, Ölkammer der USA. Zumindest hat man aus dieser Ecke bisher in Deutschland eher nur Schlechtes gehört: Ölfelder, Umweltverschmutzung, Ausbeutung der Natur u.Ä. Recherchiert man jedoch eine Weile oder zwei Sekunden auf Wikipedia ergibt sich, dass ziemlich viel dort geboten wird und viele Klischees, auch das der Rednecks, schnell verschwinden. Abgesehen von den Metropolen Dallas bzw. Fort Worth, Houston und San Antonio bietet das Land alles von Meer bis Wüste. Texas hatte 2006 nach Schätzungen 23.507.800 Einwohner, besitzt 254 Countys, also die meisten der Vereinigten Staaten, vereinigt 695.621 km² Land, ist bekannt für den Big Bend Nationalpark und schreibt sich "Friendship" auf die Staatsflagge. Der Begriff "Lonely Star State"™ ist geschützt. Sie, die Texaner, halten viel auf ihrer halbseitigen Abhängigkeit. So ist Texas den Staaten zwar beigetreten, allerdings mit der Option wieder austreten zu können. Texas kann also ab und an als das Bayern Amerikas gesehen werden.

Die Geschichte von Texas beginnt bereits vor sagenhaften 11.000 Jahren. In dieser Zeit erreichten die ersten Indianer das Gebiet am Golf von Mexiko und besiedelten es weiträumig. Texas besitzt eine sehr abwechslungsreiche und vorallem auch fruchtbare Landschaft: Prärien und Plains, Lagunen, riesige Grasflächen, den Fluss Mississippi ... perfektes Gebiet zum Niederlassen. Mit der Ankunft der Spanier um 1500 änderte sich das wilde Bild Texas: 1519 entstand durch den Spanier Alonso Álvarez de Pineda die erste kartografische Erfassung der texanischen Küste. Dies war auch der Beginn der spanischen Inbesitznahme des Territoriums. 1621 gründeten spanische Einwanderer die Stadt Corpus Christi de la Isleta. 1659 folgte El Paso. Die Franzosen mischten ebenso kräftig mit: Zu einem französischen Kolonisierungsversuch auf dem Territorium von Texas kam es 1685. Der Abenteurer Robert Cavelier de La Salle erreichte per Schiff die Matagorda Bay und gründete dort das Fort St. Louis. Die spanischen wie auch französischen Unternehmen litten jedoch stark unter Indianerangriffen, Krankheiten und dem Verlust wichtigen Materials durch Schiffbrüche. Die Vertreibung bzw. Tötung der Ureinwohner ist auch in Texas ein sehr unrühmliches Stück Geschichte, ganz zu schweigen von der Sklaverei, die zwar schon 1823 offiziell abgeschafft wurde, allerdings ohne Hemmungen weiterbetrieben wurde. Man musste sie schon etliche Male abschaffen bis sich das Verbot wirklich durchgesetzt hatte. Die rechtliche Gleichstellung der Afroamerikaner wurde erst mit den Civil Right Movements Mitte des letzten Jahrhunderts erlangt.

Wie isn das Wetter dort?

Zum Wichtigsten: Ganz klar, das Wetter! Das Wetter kann eigentlich relativ einfach beschrieben werden: Sonnig und warm, mit leichten Ausflügen zu verdammt trocken und heiß. Je nachdem, wie weit man sich von der Küste und den Flüssen entfernt und zu welcher Jahreszeit man dort rumhüpft. Genauer gesagt: Hin und wieder gibt es schonmal schwere Sommerstürme mit heftigen Regenfällen und Hitzewellen. Die Prärie des Nordens ist hoch gelegen, so dass es im Winter zu heftigen Schneefällen kommen kann. Im Osten sorgen die Ausläufer der Louisiana-Sümpfe für tropisches Klima. Die Küstenebene, das Rio-Grande-Tal im Osten und Zentral-Texas liegen nur wenig über dem Meeresspiegel, so dass die Luftfeuchtigkeit hier ziemlich hoch ist. Die Hochebenen des Westens an den Ufern des Grenzflusses Rio Grande bieten angenehmes Gebirgsklima.

Wie ich mich entscheide ...

Da es "nur" zwei Wochen sind, die ich dort verbringen werde hat man sich dazu entschieden ein Auto einfach zu mieten. Es wurden anfangs auch kaum Buchungen vorgenommen, ausgenommen die Flüge, die erste Nacht sowie eben das Auto und ein paar Eckpunkte, die einfach besucht werden müssen. Ein Wohnwagen oder Ähnliches würde sich im Übrigen erst ab einer längeren Reisezeit lohnen und wenn man nicht ständig in den Städten unterwegs sein will. Alles andere lässt sich auch in den Staaten gut buchen. Wifi (Wireless Lan) ist in fast jedem Hotel mittlerweile vorhanden, sodass per Trip Adivser o.Ä. Buchung sehr einfach zu tätigen sind. Was man zu den Kosten sagen kann: Man kommt schnell in den dreistelligen Bereich, das ist klar. Es ist eben Urlaub. Am besten ist es sich das Ganze einmal vorzurechnen. Auskünfte geben auch gerne Reisebüros.

It's me!

Hannes

Mein Name ist Hannes, in Deutschland lebend, und versuche mich des öfteren zur Zeit an Realisierungen von einfachen und komplexen Websiten mit Modx CMS Lösungen. Die hiesige Seite ist mein Spielplatz, auf der ich mich austobe.

tags: USA, Texas, Reisen

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