Vektorisieren: Eine Einführung
von Hannes am 13.08.2011 in Klimbim mit 0 Kommentaren
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Ein paar Mal wurde ich gefragt, wie man denn ein Bild vektorisieren kann. Dies hab ich zum Anlass genommen eine kleine Einführung, ein Tutorial, zustarten für alle, die mit dem Thema nicht so vertraut sind.
Was ist vektorisieren und warum braucht man das?
Vektorisieren hat etwas mit Vektoren zu tun. Vektoren wiederrum kennt man vielleicht aus unglücklichen Zeiten aus dem Abitur, irgendetwas mit Pfeilen war das doch?! Richtig, damit hat es zu tun. JPG, PNG und wie sie alle heißen geben ein Bild in Pixeln an. D.h. jedes kleine Quadrat hat einen gewissen Farbwert der in einem riesen Pixelhaufen zu einem Bild wird. Vektoren sind in unserem Fall aber Tupel von Koordinaten, die eine Gerade, Kurve oder eine Fläche beschreiben. So ist es möglich, dass man ein Bild auf jede Größe rechnen kann, ohne dass alles verpixelt. Praktisch! Im folgenden verwende ich das kostenfreie Programm Inkscape, das ich jedem sehr empfehlen kann. Habt ihr das auf dem Rechner kann es auch schon losgehen.
Schritt 1: Etwas nachzeichnen
Dafür brauchen wir erst etwas zum Abpausen. Kein Problem, man nehme einen Block, zeichne etwas, scanne es ein und importiere es in Inkscape. Das muss jetzt nicht immer so sein, man kann auch schon ein fertiges Logo im JPG Format nehmen. Wie man will. Daran soll es nicht scheitern. Zu diesem Zweck nehme ich einer meiner kleinen Skizzen her: Ein Kiss Totenkopf im mexikanischen Stil, der ziemlich unförmig noch ist und manche Sachen sind gar nicht erst ausgemalt; es ist eben nur eine Skizze. Für die gesamte Operation brauchen wir in erster Linie den Bézier-Kurven Zeichner in der linken Hot Button Leiste und zu einem späteren Zeitpunkt zum Bestimmen der Ecken und Biegungen den sogenannten Knotenfasser, ebenfalls in der Hot Button Leiste. Aber erst zum Bézier-Kurven Zeichner. Alles, was wir zu tun haben ist die Linien klickweise nachzufahren und dabei an markanten Punkten wie Ecke und in Kurven in gesunden Abständen immer wieder zu klicken und weiterzufahren. Auf dem Bild sieht man, wie das in etwas auszusehen hat, wenn man alles nachgefahren hat. Man beachte, dass man Kurven auch schließen kann: Beim ersten Klick, also beim Festlegen des Startpunkte einer Kurve erscheint ein kleines Kästchen, fährt man eine Kurve, sodass man zum Schluss wieder auf das Kästchen klickt verbindet sich die Kurve zu einer geschlossenen Ebene, die man später auch einfärben kann. Wenn es eine Kurve bleiben soll klickt bis zum letzten Punkt und dann die rechte Maustaste um die Kurve zu beenden.
Schritt 2: Einfärben, Ebenenverfaltung
Als nächstes Färben wir einfach die Partien ein, die wir einfärben wollen. In dem Fall die Pupillen, die Nasenhöhle, und das Make Up. Desweiteren hätten wir es gerne, dass die Haare nicht durchsichtig sind. Also füllen wir diese mit der Farbe weiß und holen ganz in den Vordergrund, damit sie alles andere überdecken. Die jeweilige Kurve wählen ganz einfach per Standard Klick aus.
Schritt 3: Kurven- und Ebenenanpassung
In einem letzten Schritt ist Inkscape gefragt: Wir lassen nun die hässliche Ecken in unseren Kurven automatisch abrunden. Im Bild ist das der Button ganz rechts. Das machen wir nun bei allen Elementen mit aktivertem Knotenfasser und sehen die Magie wirken. Wichtig dabei ist, die Ecken nicht abzurunden, ansonsten wird die Sache sehr kurvig und verschwommen. So einfach ist das und wir haben es schon geschafft und unser kleiner Kiss Skull könnte auf ein Shirt, auf ein Plakat, auf einen Pin ... Hab ich was vergessen? Dann einfach unten die Frage stellen, sodass alle davon profitieren können.












